06.06.2014

Kulturminister besucht Architekten bei Biennale in Venedig

Kulturminister Josef Ostermayer besucht Architekten Johannes Baar-Baarenfels auf der Biennale in Venedig. CR: Baar-Baarenfels Architekten/Oskar Schmidt

Kulturminister Josef Ostermayer besucht Architekten Johannes Baar-Baarenfels auf der Biennale in Venedig. CR: Baar-Baarenfels Architekten/Oskar Schmidt

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Kulturminister Josef Ostermayer besuchte im Rahmen der Biennale in Venedig die Ausstellung des Architekten Johannes Baar-Baarenfels. Seine Arbeit zum Palais Rasumofsky ist von 7. Juni bis 23. November in Venedig im Palazzo Bembo zu sehen.

Wien/Venedig, im Juni 2014. „Die Arbeit von Johannes Baar-Baarenfels ist beeindruckend und es ist schön, dass Österreich bei der Biennale so sichtbar ist. Seine Arbeit zum Palais Rasumofsky zeugt von großer Raffinesse, die mit der Biennale ein würdiges Forum hat“, sagt Kulturminister Josef Ostermayer.
Für die Neugestaltung des 1806 erbauten Palais wurden die Grenzen des Denkmalschutzes radikal ausgelotet, um das maximal Mögliche innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Architekt Johannes Baar-Baarenfels über das Palais: „Es gibt womöglich nur einmal im Leben die Gelegenheit, ein 200 Jahre altes Gebäude mit so großer historischer Bedeutung zu beeinflussen. Das war kein leichtes Unterfangen.“

Spagat zwischen alt und neu
Bei der Neuinterpretation des Palais Rasumofsky ging es darum, der historischen Form gerecht zu werden und die Gebäudestruktur zu verbessern – statisch wie optisch. Bauelemente, die nicht der Originalsubstanz von 1806 entsprachen, wurden abgetragen, sodass lediglich vier Wände stehen blieben. Dieser brachiale Akt war notwendig, um zum Ursprungsgebäude zurückzukehren. Basierend auf diesen Grundmauern wurde das Gartenpalais durch den Einsatz von modernsten Materialien und zeitgenössischen Bautechniken in einen modernen Experimentalbau verwandelt. Es ist ein Spagat zwischen radikal moderner und historisch wertvoller Architektur.
Das neugestaltete Palais Rasumofsky überzeugt durch seine Schlichtheit: „Der Expertimentalbau steht im krassen Gegensatz zur Opulenz von 1806 und entfaltet erst beim näheren Hinsehen seine Qualitäten. Es ist ein Understatement zeitloser Architektur“, sagt Architekt Baar-Baarenfels.

Über Johannes Baar-Baarenfels
Johannes Baar-Baarenfels wurde 2013 beim  World Architecture Festival in Singapur mit dem Palais Rasumofsky in der Kategorie „Neu und Alt“ ausgezeichnet. Bereits 2010 war Baar-Baarenfels bei dem World Architecture Festival in Barcelona nominiert: Damals für den Sportalm-Flagship-Store in der Wiener Brandstätte und in der Kategorie „Shopping“. Die Jury hatte vor allem das stringente Shop-Design aus weißem Mineralwerkstoff beeindruckt.

Weitere Informationen:
www.baar-baarenfels.com
www.worldarchitecturefestival.com

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