Österreichs Gaswirtschaft sichert Energieversorgung Das neue Jahr brachte Österreich bereits einige Kälterekorde: -25,7 Grad im oberösterreichischen Liebenau, -24,3 Grad im niederösterreichischen Schwarzau im Freiwald oder -20,9 Grad im Tiroler Tannheim. Bei klirrend kaltem Wetter, niedrigem Wasserstand der Flüsse und fehlender Stromproduktion aus Sonne und Wind gibt es einen zuverlässigen Energieträger – Gas. Wien, am 8. Jänner 2026. - Für die Energiegewinnung hat Erneuerbare Energie aus Sonne oder Wind den großen Nachteil, dass sie nicht immer ausreichend zur Verfügung steht, wenn wir Energie brauchen – zum Beispiel zum Heizen an dunklen, kalten Wintertagen. Gas ist gerade jetzt, bei winterlich kalten Temperaturen, ein unverzichtbarer Partner für die zuverlässige und saubere Energieversorgung in Österreich. Im abgelaufenen Jahr 2025 haben Energieversorger in Österreich laut dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus in Summe 7,2 Terawattstunden an Gas für die sichere Stromversorgung in Österreich geliefert. „Gas ist dringend notwendig“, sagt Michael Mock, Geschäftsführer des Fachverbands Gas Wärme, „denn vor allem im Winterhalbjahr sorgt Gas für eine zuverlässige Stromerzeugung. Zudem entlasten Gasheizungen die Stromnetze und darüber hinaus ist Gas auch Garant für die störungsfreie Fernwärmeversorgung.“ Kalte Dunkelflaute Die Bedeutung der Gaskraftwerke für die Stromversorgung im Winter ist enorm. Über das ganze Jahr hinweg deckt Gas im langjährigen Schnitt rund 15 Prozent des Bedarfs an elektrischer Energie in Österreich. An manchen Tagen liefert Gas sogar mehr als 40 Prozent der benötigten Energie für die Stromproduktion. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Wasserkraftwerke und Photovoltaikanlagen aufgrund geringer Wasserführung und anhaltender Bewölkung vergleichsweise wenig Strom erzeugen, aber der Stromverbrauch wegen der niedrigen Temperaturen sein Maximum erreicht. Besonders kritisch wird es, wenn auch noch der Wind als Energiequelle auslässt. Diese so genannte „kalte Dunkelflaute“ bereitet den Energieversorgern große Sorgen. Gas ist perfektes Backup-System Gas, verlustfrei in den geologischen Tiefenspeichern eingelagert, ist ein perfektes Backup-System. Es steht bei Bedarf unmittelbar zur Verfügung. Wird mehr Strom gebraucht, können zusätzliche Gaskraftwerke kurzfristig ans Netz genommen werden. Seit den 1970er Jahren hat sich die österreichische Gasinfrastruktur als Garant für eine sichere Stromversorgung bewährt. Gas kann in großem Ausmaß langfristig gespeichert werden und bietet als Biomethan und Wasserstoff auch eine wertvolle erneuerbare Energiequelle. Zudem entsteht bei der Verbrennung von Gas, im Gegensatz zu Holzöfen, keinerlei Feinstaubbelastung. Gasspeicher zu ca. 60 Prozent voll In den neun großen österreichischen Gasspeichern können mehr als 100 Terawattstunden (TWh) Gas eingelagert werden. Das ist mehr als der Jahresverbrauch aller Haushalte, der Gaskraftwerke und der Industrie zusammen. Aktuell sind die österreichischen Gasspeicher mit knapp 62 TWh Gas befüllt. Das entspricht einem Füllstand von etwa 60 Prozent. Über Gas Gas nimmt in der umweltbewuss­ten Energieversorgung eine Schlüssel­rolle ein: Die Energie der Zukunft lässt sich effizient und komfortabel fürs Heizen, die Warm­wasserbereitung, Kälte- und Strom­erzeugung und als Kraftstoff für Automobile einsetzen. Gas ver­brennt ohne Feinstaub und Partikel und ist damit der emissionsärmste fossile Energieträger. Mit Biomethan aus biogenen Reststoffen, synthetischem Methan (SNG) aus erneuerbaren Stromquellen und Wasserstoff bietet Gas auch grüne Alternativen. Rückfragehinweis Fachverband der Gas- und Wärme­versorgungsunternehmungen (FGW) Mag. Michael Mock Geschäftsführer mock@gaswaerme.at Tel.: +43/1/513 15 88-13 www.gaswaerme.at