03.06.2020

Energieverbände fordern Investitionssicherheit und wollen Energiesektoren stärker koppeln

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Oesterreichs Energie und der Fachverband Gas Wärme sehen in der Sektorkopplung von Strom, Gas und Wärme eine einmalige Chance für einen „Green Recovery“. Um den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien stemmen und gleichzeitig Vorteile für die Volkswirtschaft generieren zu können, braucht es Investitionen in die Energieinfrastruktur und Speicher. Sie sind das Rückgrat eines immer volatiler werdenden Energiesystems.

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Oesterreichs Energie und der Fachverband Gas Wärme sehen in der Sektorkopplung von Strom, Gas und Wärme eine einmalige Chance für einen „Green Recovery“. Um den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien stemmen und gleichzeitig Vorteile für die Volkswirtschaft generieren zu können, braucht es Investitionen in die Energieinfrastruktur und Speicher. Sie sind das Rückgrat eines immer volatiler werdenden Energiesystems.

Wien, am 3.6.2020. - Leonhard Schitter, Präsident von Oesterreichs Energie sagt: „Mit der Sektorkopplung können wir eine sichere Versorgung und leistbare Preise für saubere Energie sicherstellen und obendrein tausende Arbeitsplätze schaffen, indem wir in die Energiezukunft investieren.“
Peter Weinelt, Obmann des Fachverbands Gas Wärme ergänzt: „Gerade jetzt, zum Wiederaufbau der Wirtschaft in der aktuellen COVID-Krise, brauchen wir langfristige Zielsetzungen und sichere sowie konstante Rahmenbedingungen, um die notwendigen Investitionen absichern zu können. Das trifft auf Sonnen- und Windenergie zu, aber auch auf die Gasinfrastruktur, die die Umwandlung von erneuerbarem Strom in speicherbares Gas ermöglicht. “
Mit der Sektorkopplung verschmelzen die verschiedenen Energiesektoren zu einem System: So wird überschüssiger grüner Strom zu Wasserstoff oder synthetischem Gas verarbeitet, kann in Gasleitungen transportiert, in Gasspeichern aufbewahrt und in Gaskraftwerken wieder in Strom und Wärme umgewandelt werden.
 
Ziele der Energieverbände
Oesterreichs Energie und der Fachverband Gas Wärme haben ein gemeinsames Positionspapier mit Rahmenbedingungen zur Sektorkopplung erarbeitet: Sie wollen alle bestehenden Möglichkeiten nützen, also Strom-, Gas- und Fernwärmeleitungen, die Gasspeicher, Pumpspeicher und Wärmespeicher sowie die hocheffizienten KWK-Anlagen und Gaskraftwerke, damit das Energiesystem sicher und leistbar dekarbonisiert werden kann. Um diese Ziele zu erreichen braucht es laut den Energieverbänden:
  • Eine ganzheitliche Betrachtung des Energiemarktes. Nur durch eine gemeinsame Planung der Strom-, Gas- und Fernwärmeinfrastruktur kann die Energiewende zu geringeren Kosten gelingen und gleichzeitig die Versorgungssicherheit erhöhen.
  • Technologieoffenheit und eine Gleichbehandlung aller Energieträger auf Basis ihrer Emissionen und zwar gemäß dem heimischen Erzeugungsmix werden am Weg zur Klimaneutralität benötigt.
  • Um die Sektorkopplung marktwirtschaftlich attraktiv zu gestalten, müssen regulatorische Hemmnisse abgebaut werden.
  • Förderprogramme sowie Förderschwerpunkte für Technologien zur Umsetzung der Sektorkopplung sind dringend erforderlich, damit Implementierungsprojekte, wie die Elektrolyse, Power-to-Gas, Power-to-Heat sowie weitere umgesetzt werden können.
  • Eine Vermeidung der Doppelbesteuerungen. Soweit rechtlich möglich und wirtschaftlich sinnvoll wünschen sich beide Verbände eine Befreiung der Sektorkopplungs-Prozesse von Netzgebühren, Abgaben und Umlagen.
Download Positionspapier Sektorkopplung: https://bit.ly/2XpT1VY
 
Über Oesterreichs Energie
Oesterreichs Energie vertritt seit 1953 die gemeinsam erarbeiteten Brancheninteressen der E-Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Als erste Anlaufstelle in Energiefragen arbeiten wir eng mit politischen Institutionen, Behörden und Verbänden zusammen und informieren die Öffentlichkeit über Themen der Elektrizitätsbranche. Die rund 140 Mitgliedsunternehmen erzeugen mit rund 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr als 90 Prozent desösterreichischen Stroms mit einer Engpassleistung von über 25.000 MW und einer Erzeugung von rund 68 TWh jährlich, davon 72 Prozent aus erneuerbaren Quellen.
 
Über den FGW
Der Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW) ist die unabhängige gesetzliche Interessenvertretung der österreichischen Gas- und Wärmewirtschaft im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
Der FGW vertritt:
• Gasversorgungsunternehmen (Fernleitung, Verteilung, Lieferung, Kauf)
• Wärmeversorgungsunternehmen (Erzeugung und Verteilung)
• Kälteversorgungsunternehmen (Erzeugung und Verteilung)
Als Interessenvertretung der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmen ist der FGW mit wichtigen Themen wie Versorgungssicherheit, Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Wettbewerb und Einsatz neuer Technologien befasst. In diesem Zusammenhang kommt einer positiven Beeinflussung und Mitgestaltung der wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen große Bedeutung für die Energiebranche zu. Die vielfältigen Aktivitäten und Leistungen des FGW reichen von der Begutachtung nationaler und internationaler Rechtsnormen über Kollektivvertragsverhandlungen bis hin zu Werbemaßnahmen für Gas und Fernwärme.
 
Rückfragehinweis
Mag. Michael Mock
Geschäftsführer Fachverband Gas Wärme
E-Mail: mock@gaswaerme.at
Tel.: +43/1/513 15 88-13
Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungunternehmungen (FGW)
Schubertring 14, A-1010 Wien
www.gaswaerme.at
 
Dr. Barbara Schmidt
Generalsekretärin Oesterreichs Energie
E-Mail: b.schmidt@oesterreichsenergie.at
Tel.: +43/1/501 98 100
Österreichs E-Wirtschaft
Brahmsplatz 3, A-1040 Wien

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