31.07.2018

Fernkälte wird massiv ausgebaut

Fernkälteverkauf in Österreich

2017 wurden in Österreich 147 GWh Kälte abgesetzt. Das waren 6,6 Prozent mehr als im Jahr davor. In Zahlen ausgedrückt: Im Rekordsommer 2017 wurden 7.709 Kühlgradstunden verzeichnet, im Sommer 2016 waren es 6.871 Kühlgradstunden. (Quelle: FGW, Statistik Austria)

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In den nächsten Jahren sollen mehr als 80 Millionen Euro in den Ausbau der Fernkälte fließen. Neue Fernkälteprojekte in Linz, St. Pölten und Wien sorgen für einen Schub beim Absatz von Fernkälte, heurige Hitzerekorde tun ihr Übriges dazu.

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In den nächsten Jahren sollen mehr als 80 Millionen Euro in den Ausbau der Fernkälte fließen. Neue Fernkälteprojekte in Linz, St. Pölten und Wien sorgen für einen Schub beim Absatz von Fernkälte, heurige Hitzerekorde tun ihr Übriges dazu.

Wien, am 31. Juli 2018. - Energieversorger, die in Österreich Fernkälte anbieten, erwarten, dass der Markt für Fernkälte gegenüber 2017 bis 2023 um 53 Prozent zulegen wird. Von heuer bis 2023 sind Investitionen in Höhe von 83 Millionen Euro für den Fernkälteausbau geplant. Vor einem Jahr war die Branche von einer Investitionssumme von rund 50 Millionen ausgegangen.
 
Der neue Zubau beim Universitätsklinikum St. Pölten ist an das Fernkältenetz angeschlossen. Das sorgt heuer in der niederösterreichischen Landeshauptstadt bei einer Anschlussleistung von 8,5 Megawatt (MW) für eine Absatzsteigerung bei Fernkälte um etwa ein Drittel – auf acht Gigawattstunden (GWh) Kälteabsatz. 
In Linz wurden zuletzt ein Unternehmensgebäude und der neue LUX-Tower mit einer Leistung von knapp 500 Kilowatt (kW) an das Fernkältenetz angeschlossen. Kommendes Jahr soll auch die Fernkälteleistung der Linzer Tabak Fabrik von derzeit rund 0,5 auf 1,1 MW ausgebaut werden. Damit wird die Linz AG ihre Anschlussleistung um etwa ein Megawatt auf insgesamt 12,1 MW Fernkälte ausbauen.  
Ein neues Wiener Projekt, das ebenfalls mit Fernkälte versorgt wird, ist der Austria Campus. Auf diesem Gelände des ehemaligen Nordbahnhofs hat der neue Campus eine Bruttogeschoßfläche von rund 300.000 Quadratmetern. Hier versorgt Wien Energie als Komplettenergieanbieter den Kälteleistungsbedarf von zwölf MW. Für die Kälteversorgung wurde am Austria Campus eine Kältezentrale mit Kompressionskältemaschinen errichtet, mit denen fünf Objekte über eigene Kälteleitungen versorgt werden. 
 
„Fernkälte immer stärker im Kommen“
„Diese Beispiele zeigen: Fernkälte ist immer stärker im Kommen“, sagt DI Peter Weinelt, Obmann des Fachverbands Gas Wärme (FGW), „weil wir überzeugt sind, dass die Zukunft der umweltschonenden Fernkälte gehört.“  
Aufgrund des Klimawandels steigen Kühlbedarf und damit auch die Nachfrage nach der sauberen, klimaschonenden Fernkälte weiter stark an. Auch aufgrund der für Österreich ungewöhnlich langen, fast durchgehenden Wärmeperiode von April und Mai bis Ende Juni und der heißen Sommermonate rechnet Mag. Michael Mock, Geschäftsführer des FGW, mit einem „neuerlichen Absatzrekord bei Fernkälte“. Langfristige Prognosen des Fachverbands zeigen, dass in Österreich aufgrund der Klimaerwärmung in 20 Jahren in etwa genauso viel Kühlenergie benötigt werden könnte wie Heizenergie. 
 
2017 war bisheriges Rekordjahr
Auswertungen aus dem vergangenen Jahr unterstreichen, dass die Entwicklung in diese Richtung geht. Der Rekordsommer des Vorjahres hat zu einem starken Absatzplus bei Fernkälte geführt: Mit 147 GWh wurde 2017 um 6,6 Prozent mehr Fernkälte an Kunden geliefert als im Jahr davor. Seit 2009 hat sich der Verkauf von Fernkälte auf dem österreichischen Markt von rund 25 GWh auf zuletzt rund 147 GWh nahezu versechsfacht. Die installierte Fernkälteleistung lag Ende 2017 bei 134 MW – gegenüber 2016 war das ein Plus von 3,9 Prozent. 

Über Fernkälte
Fernwärme wird im Sommer ebenso wie im Winter zur Wärmeversorgung und Warmwasseraufbereitung erzeugt und gleichzeitig zur Herstellung der umweltfreundlichen Fernkälte eingesetzt. Dieselben Energiequellen, die für die Erzeugung von Fernwärme benutzt werden, kann man auch als Antriebsenergie für Kältemaschinen verwenden. Sogenannte „Absorptionskältemaschinen“ nutzen Abwärme aus Industrie, KWK-Anlagen oder Abfallverbrennung, die das ganze Jahr zur Verfügung stehen. Wie bei der Fernwärme, werden die Objekte zentral versorgt (oder auch dezentral, dann wird eine Kältezentrale beim Verbraucher errichtet). Isolierte Rohre transportieren das auf 6 Grad Celsius gekühlte Wasser zum Kunden, mit etwa 16 Grad Celsius fließt es zur neuerlichen Abkühlung wieder zurück. 
 
Weitere Informationen
www.fernwaerme.at

Rückfragehinweis
Fachverband der Gas- und Wärme-versorgungsunternehmungen (FGW)
Mag. Katalin-Andrea Griessmair-Farkas
Stellvertretende Geschäftsführerin 
griessmair@gaswaerme.at
Tel.: +43/1/513 15 88/31
www.gaswaerme.at
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2017 wurden in Österreich 147 GWh Kälte abgesetzt. Das waren 6,6 Prozent mehr als im Jahr davor. In Zahlen ausgedrückt: Im Rekordsommer 2017 wurden 7.709 Kühlgradstunden verzeichnet, im Sommer 2016 waren es 6.871 Kühlgradstunden. (Quelle: FGW, Statistik Austria)

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