18.09.2019

Fit für die Energiewende: Gaswirtschaft stellt Weichen für Erneuerbares Gas

Fit für die Energiewende: Gaswirtschaft stellt Weichen für Erneuerbares Gas

Erneuerbare Gase sind ein zentraler Teil der österreichischen Energiezukunft“, sagen DI Manfred Pachernegg, Leiter des ÖVGW-Forschungsbeirates und Geschäftsführer der Energienetze Steiermark (l.) und Michael Haselauer, Vizepräsident der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) und Geschäftsführer der Netze Oberösterreich (r.).

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Die österreichische Energiewende sowie die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit brauchen große Mengen Gas. Denn die bestehende Gasinfrastruktur eignet sich hervorragend, um enorme Energiemengen zu transportieren und zu speichern. Die ÖVGW forscht intensiv daran, teilweise noch bestehende technische Hemmnisse zeitnah zu beseitigen.

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Die österreichische Energiewende sowie die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit brauchen große Mengen Gas. Denn die bestehende Gasinfrastruktur eignet sich hervorragend, um enorme Energiemengen zu transportieren und zu speichern. Die ÖVGW forscht intensiv daran, teilweise noch bestehende technische Hemmnisse zeitnah zu beseitigen.

Wien, im September 2019. – „Erneuerbare Gase sind ein zentraler Teil der österreichischen Energiezukunft“, sagt Michael Haselauer, Vizepräsident der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) und Geschäftsführer der Netze Oberösterreich. Die Experten der ÖVGW arbeiten daran, die technischen Voraussetzungen für einen reibungslosen Wechsel von fossilem Gas auf Erneuerbares Gas zu schaffen. DI Manfred Pachernegg, Leiter des ÖVGW-Forschungsbeirates und Geschäftsführer der Energienetze Steiermark ergänzt: „Wir haben mit der bestehenden Gasinfrastruktur eine energieträgerneutrale Infrastruktur, die für die Energiewende unverzichtbar ist.“  

Die Aufgabenstellungen für die ÖVGW sind klar:
•    Die Energiewende braucht Gas – mit Sektorkopplung und Saisonspeichern, um die überschüssige Energie aus dem Sommer für den Herbst und Winter bereitstellen zu können.
•    Die geeigneten technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen müssen erarbeitet werden, um die Energiewende zu ermöglichen.

„Für Gaskunden darf sich nichts ändern“
An erster Stelle steht für Haselauer bei all diesen Aufgaben, dass sich für die Gaskunden in Österreich nichts ändert, „wenn wir im Hintergrund die Energiewende umsetzen“. Zugleich muss jedoch die Sicherheit und Funktionalität der Leitungen und Endgeräte gewährleistet werden. Aktuell schaffen die Gasinfrastruktur sowie die Endgeräte problemlos 100 Prozent Biomethan, 100 Prozent erneuerbares Synthesegas und die Gasthermen der meisten Hersteller bereits 10 Prozent Wasserstoffanteil.

Energiewende kann regional
Aktuell sind etwa eine Million Haushalte ans Gasnetz angeschlossen – und zwar österreichweit. Alle bestehenden sowie neuen Anschlüsse sollen bis 2050 zu 100 Prozent mit Erneuerbaren Gasen versorgt werden.
Mehr Erneuerbares Gas in den Netzen bringt zusätzliche heimische Wertschöpfung für Gasversorger, Landwirte aber auch Erzeuger von Wind- und Sonnenstrom:
•    Einerseits kann aus Abfällen der Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie Biogas gewonnen werden. Das Biogas besitzt die gleichen Eigenschaften wie Erdgas, ist jedoch vollkommen CO2-neutral.
•    Andererseits kann mit dem Power-to-Gas-Verfahren aus überschüssigem Sonnen- und Windstrom Wasserstoff gewonnen werden.

Zahlreiche Forschungsprojekte
Grundlage für die geplante Umstellung auf Erneuerbares Gas in den vorhandenen Gasnetzen ist der Aufbau von wissenschaftlicher Expertise durch Forschungsaktivitäten. Beim Thema „Green Gas 4 Grids “ erarbeiten Forscher der Montanuniversität Leoben, der Technischen Universität Wien oder der Johannes Kepler Universität Linz Antworten auf Fragestellungen zur effizienten Gaserzeugung und -aufbereitung, zur Neudefinition der Gasqualität bis hin zur Schaffung eines entsprechenden technischen Ordnungsrahmens im ÖVGW-Regelwerk beziehungsweise der ÖVGW-Zertifizierung. In einer weiteren Studie analysiert die DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH die Verträglichkeit der Gasnetze mit Wasserstoffanteilen von bis zu 100 Prozent im Gasgemisch.

Erforderliche Rahmenbedingungen
Damit die Umstellung auf Erneuerbares Gas gelingt, „brauchen wir ein an der Ökostromförderung orientiertes Förderregime, das marktnah ist und regionale Wertschöpfung forciert sowie die Gleichbehandlung von Erneuerbarem Gas mit anderen erneuerbaren Energieträgern“, sagt Haselauer. Durch die Weiterentwicklung der Power-to-Gas-Technologie zur Umwandlung von überschüssigem Ökostrom in Synthetisches Gas, das Erhalten der Gasnetze sowie die direkte Nutzung von Erneuerbarem Gas könnten jedenfalls „erhebliche Kosten im Energiesystem eingespart werden. So lassen sich die Klimaziele günstiger erreichen“, sagt Pachernegg abschließend.

Über die ÖVGW
Die Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) ist die freiwillige Vertretung der österreichischen Gasnetzbetreiber und Wasserversorgungsunternehmen. Sie zählt alle Gasnetzbetreiber und rund 260 Unternehmen im Wasserbereich zu ihren Mitgliedern. Über Kooperationen mit Landesverbänden vertritt die ÖVGW mehr als 1.500 Wasserversorger. Diese beliefern rund 80 Prozent der Bevölkerung mit Trinkwasser.

Rückfragen und Kontakt
Mag. Michael Mock
Geschäftsführer der ÖVGW
Tel.: 01-513 1588-0
mock@ovgw.at
www.ovgw.at
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Erneuerbare Gase sind ein zentraler Teil der österreichischen Energiezukunft“, sagen DI Manfred Pachernegg, Leiter des ÖVGW-Forschungsbeirates und Geschäftsführer der Energienetze Steiermark (l.) und Michael Haselauer, Vizepräsident der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) und Geschäftsführer der Netze Oberösterreich (r.).

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